Aldi Einkaufswagen

Design ist einst angetreten, einen Beitrag zur Humanisierung der Welt zu leisten (siehe bauhaus Weimar/Dessau/Berlin und hfg ulm).

Der Werteverfall, dank Postmoderne, hat dann in den 80er-/90er-Jahren zu einer Pervertierung des Design-Idee von einer hochinnovativen, radikalen Problemlösungs-Methodik hin zur Oberflächen-Kosmetik und Chicy-Micky-Belustigung geführt. Plötzlich war jeder Kitsch Design. Die inflationäre Verwendung des Design-Etiketts – vom Hair Design über Food Design bis War Design – bewirkte die vollständige Sinn- und Werteentleerung.

Ziel meiner Lehre ist es, diesen absurden Begriffswirrwarr mit meinen Studenten zu klären und einen Beitrag zu leisten, Design wieder mit den Aufgaben zu beschäftigen und Werten anzureichern, die dieser Disziplin angemessen und darüber hinaus auch gesellschaftlich relevant sind.

In diesem Sinne, stand im Semester 2004 das Thema: »Alltagsästhetik und Markenprofilierung« auf dem Programm. Und was lag da näher, als sich der Deutschen liebsten Einkaufsquelle, ALDI, einmal ausführlich zu widmen und das ohne Hohn und Hochmut. Dies haben meine Studenten und ich mit großem Enthusiasmus getan, denn für uns Konsumenten war und ist nicht einsehbar, warum durchaus gute Produkte so lieblos bis widerwärtig verpackt uns in den Regalen entgegenknallen. Das Ergebnis dieser Überlegungen präsentirren meine Studenten in einer großen Ausstellung, die auf ein reges Presseecho stieß.

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Viele weitere Details zu diesem Projekt finden Sie unter: http://www.gruppe116.com/aldi